Till-Eulenspiegel-Schule Mölln

März 2015: "ubunto" an der TES

Am 16. März 2015 berichtet die Internetseite "Herzogtum direkt" über einen Besuch von "ubuntu", der aug Initiative unserer Schulsozialarbeit auch an unserer Schule stattfand:

Mölln (pm). Bereits zum zweiten Mal brachte Walter Waltz Anyanwu, Mitarbeiter der SOS-Kinderdörfer weltweit, die afrikanische Botschaft des „ubuntu“ in verschiedene Schulen im Kreis Herzogtum Lauenburg. Ihm geht es in seinen Workshops für Kinder und jungen Menschen um die Vermittlung von Achtsamkeit, Miteinander, Verantwortung und Respekt für ein Leben in einer globalen Welt, wie wir sie heute vorfinden.
Dies alles drückt sich in dem Begriff „ubuntu“ aus, für den es keine wörtliche Übersetzung gibt. Er drückt vielmehr eine afrikanische Lebensphilosophie aus, die man vielleicht am treffendsten mit Geschwisterlichkeit, Solidarität und Zusammengehörigkeit umreißen kann und die vor allem eines enthält, Lebensfreude und Spaß am gemeinsamen Lernen und Gestalten der Welt.
Walter Waltz Anyanwu aus Nigeria fordert die Schülerinnen und Schüler heraus, durch Fragen, Spiele, Musik und Gesprächen, immer mit dem Ziel, die Eigenschaften des „ubuntu“ in sich selbst entdecken zu können. Es sind Herausforderungen die zum Kern führen und unsere Einheit als Menschen aufzeigen wollen: „Wer bin ich? Wer bist du? Bin ich ich, weil du bist und du bist du, weil ich ich bin?“
Die Resonanz auf die afrikanischen Unterrichtserlebnisse war bei Schülern und Lehrern gleichermaßen enthusiastisch. „Ich fand das total toll. Er hat uns für einen Moment alle verändert “ oder "Ich hatte viel Spaß und es war sehr erhellend. Ich sehe jetzt alles in einem anderem Blickwinkel“, so beschrieben Schüler der 10c von der Friedegart-Belusa-Gemeinschaftsschule in Büchen in den Feedback-Bögen ihre Unterrichtseindrücke.
Nach der ersten erfolgreichen Vermittlung des Projektes „Ubuntu“ der SOS-Kinderdörfer weltweit durch das Möllner Jugendbildungsprojekt OPEN MIND des Vereins Miteinander leben e.V. im vergangenen Jahr musste Walter Waltz Anyanwu in diesem Jahr bereits zwei Wochen im Lauenburgischen einplanen. Neben der Friedegart-Belusa-Gemeinschaftsschule in Büchen, kamen weitere Anfragen von der Gemeinschaftsschule Mölln und der Till-Eulenspiegel Grundschule Mölln an, inklusive eines weiteren Abstechers zur Grundschule Herrnburg bei Lübeck. Insgesamt 19 Workshops absolvierte der Dozent aus Afrika in dieser Zeit mit nie nachlassender Energie für seine Botschaften. Karsten Lessing, Leiter des Büros der SOS-Kinderdörfer weltweit für Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zeigte sich von der Nachfrage begeistert: „UBUNTU beschreibt die Werte, die unsere Gesellschaft zusammen halten. Für die SOS-Kinderdörfer weltweit sind sie das Zentrum unseres Handelns. Den SOS-Kinderdörfern geht es genau darum - Kindern die durch Kriege, Katastrophen oder soziale Verwerfungen traumatisiert worden sind, wieder Zuversicht, Mut, Selbstvertrauen und eine Perspektive für ein erfülltes Leben zu schenken. Es erfüllt mich mit großer Freude, das die Schülerinnen und Schüler UBUNTU so begeistert aufgenommen haben!“