Till-Eulenspiegel-Schule Mölln

15.03.2020: Informationen aus dem Ministerium

Liebe Eltern der TES, Mölln, 15.3.2020

ich möchte Sie weiterhin auf dem aktuellsten Stand halten und sende Ihnen die Pressemitteilung des Landrats mit Hinweis auf die Allgemeinverfügung, in der die Regelungen u.a. zu KiTa und Tagespflege für unseren Kreis zu finden sind.

"Der Kreis Herzogtum Lauenburg hat auf den gestrigen Erlass des Landes Schleswig-Holstein zu Kontaktbeschränkungen als Maßnahme zur weiteren Reduzierung des Infektionsrisikos mit dem Corona Virus heute zahlreiche Anordnungen per Allgemeinverfügung getroffen. Dazu gehören nicht nur Besuchsverbote von Schulen und Kitas in den nächsten Wochen mit den bereits bekannten Ausnahmereglungen, sondern auch das Verbot sämtlicher öffentlicher Veranstaltungen und die Untersagung des Betriebs etwa von Bars, Kneipen, Clubs, Discotheken, Kinos, Museen, Fitness-Studios, Schwimmbädern, Saunen, Sport- und Freizeiteinrichtungen und Spielhallen. Restaurants, Imbissen und Gaststätten ist der Betrieb nur gestattet, sofern zwischen Gästen ein Mindestabstand von zwei Metern herrscht und im Übrigen nur die Hälfte der zugelassenen Plätze belegt wird. Einrichtungshäuser von überörtlicher Bedeutung müssen ein Präventionskonzept vorhalten und anwenden. Aufrechterhalten wird das Verbot für Reiserückkehrer aus Risikogebieten, Gesundheits- und Betreuungseinrichtungen zu betreten.

Landrat Christoph Mager erläutert: „Mit diesen Maßnahmen werden die nicht notwendigen Sozialkontakte drastisch reduziert. Die Geschäfte – insbesondere die Einzelhandelsbetriebe, Apotheken, Drogerien aber auch Banken, Postfilialen und andere Dienstleister bleiben geöffnet. Ausgenommen von den Verboten sind auch Wochenmärkte, soweit dort Lebensmittel gehandelt werden.

Ich hoffe, dass insbesondere die Ausnahmeregelung für die Kinderbetreuung in den Schulen bis zur 6. Klasse und den KiTas funktioniert und hier tatsächlich nur Eltern ihre Kinder betreuen lassen, die in den Einrichtungen der kritischen Infrastruktur arbeiten.

Wir werden dies bei den KiTas in den nächsten Tagen nachprüfen und dem Land melden müssen. Sollte es nicht zu einer erheblichen Reduzierung der Gruppen kommen, könnte die Ausnahmeregelung insgesamt kippen. Die Betreuung im Rahmen des Kindertagespflege bleibt aufgrund der deutlich kleineren Gruppen ausdrücklich offen.“

Unter https://www.schleswigholstein.de/DE/Landesregierung/VIII/_startseite/Artikel_2020/I/200129_Grippe_Cor onavirus_material/200314_erlass.html

finden Sie den aktuellsten Erlass von Allgemeinverfügungen zum Verbot und zur Beschränkung von Kontakten in besonderen öffentlichen Bereichen. Darin heißt es in Punkt 3.:

Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler für die in allgemeinbildenden Schulen, Förderzentren, Ersatzschulen sowie in Schulen und Einrichtungen der dänischen Minderheit betreuten Kinder bis zur 6. Klasse zu erlassen. Diese Regelung ist vorläufig bis einschließlich 18. März.2020 zu befristen und wird im Nachgang durch eine geeignete Regelung ersetzt. Ausgenommen sind Kinder von Personen, die als in Bereichen der kritischen Infrastrukturen Beschäftige zur Aufrechterhaltung dieser Strukturen und Leistungen erforderlich sind. Zu den kritischen Infrastrukturen zählen folgende Bereiche: Energie – Strom, Gas, Kraftstoffversorgung etc.,

Ernährung, Hygiene (Produktion, Groß-und Einzelhandel) – inkl. Zulieferung, Logistik,

Finanzen - ggf. Bargeldversorgung, Sozialtransfers,

Gesundheit - Krankenhäuser, Rettungsdienst, Pflege, ggf. Niedergelassener Bereich, Medizinproduktehersteller, Arzneimittelhersteller, Apotheken, Labore

Informationstechnik und Telekommunikation – insb. Einrichtung zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze,

Medien und Kultur - Risiko- und Krisenkommunikation,

Transport und Verkehr – Logistik für die KRITIS, ÖPNV,

Wasser und Entsorgung,

Staat und Verwaltung – Kernaufgaben der öffentlichen Verwaltung, Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Justiz, Veterinärwesen, Küstenschutz sowie

Grundschullehrkräfte, Sonderpädagoginnen an Förderzentren mit Internatsbetrieb und in Kindertageseinrichtungen Tätige. Von diesem Betretungsverbot ausgenommen sind ebenfalls diejenigen Schülerinnen und Schüler, die einen täglichen, hohen Pflege- und Betreuungsaufwand benötigen, dem im häuslichen Rahmen nicht entsprochen werden kann. Für diese Schülerinnen und Schüler wird ein schulischer Notbetrieb (Betreuung) auf Elternwunsch nach Entscheidung der Schulleitung sichergestellt. Da diese Schülerschaft zur besonderen vulnerablen Bevölkerungsgruppe gehört, sind entsprechende Schutzmaßnahmen zu beachten.

4. Es sind Betretungsverbote für Kindertagesstätten (inkl. Krippen), Kinderhorte, entsprechende schulische Betreuungsangebote wie offene Ganztagsschulen und ähnliche Betreuungsangebote für Kinder zu erlassen. Diese Regelung gilt vorläufig bis einschließlich 20. März 2020 und wird durch eine geeignete Regelung ersetzt.

Ausgenommen sind Angebote der erlaubnispflichtigen Kindertagespflege bis maximal 5 Kinder; ebenso nicht erfasst sind die sonstigen Angebote der Kindertagespflege bis maximal 5 Kinder. Neuaufnahmen sind im Geltungszeitraum des Erlasses nicht zu gestatten.

Ausgenommen von den Verboten sind Kinder von Personen, die als Beschäftigte in Bereichen der kritischen Infrastrukturen zur Aufrechterhaltung dringend tätig sein müssen (s. Ziffer 3.). Für Kinder und Jugendliche in schulischen Ganztagsangeboten oder Horten ab der 7. Schulklasse gilt diese Ausnahme nicht.

Bitte halten Sie sich an die aktuelle Erlasslage!

Ich baue auf die Solidarität aller. Die anstehenden Herausforderungen können wir nur gemeinsam bewältigen.

Bitte bleiben Sie gesund!

Mit freundlichem Gruß

Dany Rühe Schulleiterin