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Schreibtisch mit Lineal, Geodreieck, Bleistift, bunten Buchstaben A, B, C, offenem Spiralblock und einem leeren Stundenplan für Montag bis Freitag

„KulTour bewegt“ den 4. Jahrgang – mit Kunst, Klang und Geheimnissen

Am 17. September wurde es an der Till-Eulenspiegel-Schule in Mölln kreativ, musikalisch und ein bisschen geheimnisvoll. Unter dem Motto „KulTour bewegt“ warteten auf unseren gesamten 4. Jahrgang vier ganz unterschiedliche kreative Angebote. Die Kinder konnten sich im Vorfeld für einen von vier Workshops entscheiden und damit selbst bestimmen, auf welche kreative Reise sie sich begeben wollten.

Zur Auswahl standen „Spuren, Hüllen und Verstecken“, „Mit Feder und Tinte“, „Body Percussion“ und „Gestaltung des KulTour-mobils“. Vier ganz unterschiedliche Angebote, aber eines hatten sie gemeinsam: Die Kinder durften selbst ausprobieren, gestalten und eigene Ideen entwickeln.

Spuren, Hüllen und Verstecken – Kunst darf geheimnisvoll sein

Im Workshop „Spuren, Hüllen und Verstecken“ begleitete die bildende Künstlerin Chris Kremberg die Kinder auf eine kreative Spurensuche. Die aus Hamburg stammende Künstlerin studierte Malerei, Fotografie und Performance in Halle, Berlin und Italien und arbeitet heute als Künstlerin und Kulturvermittlerin.

Auf den Tischen lag eine bunte Sammlung unterschiedlichster Materialien bereit: Tüll, Transparentpapier, Glitter, Perlen, Stoffe und vieles mehr. Daraus entstanden kleine Kunstwerke, bei denen verhüllt, versteckt, Spuren hinterlassen und Geheimnisse bewahrt wurden.

Die Ergebnisse waren so unterschiedlich wie die Ideen der Kinder selbst. Was wird hier versteckt? Welche Spur wurde hinterlassen? Und was mag sich wohl dahinter befinden? Die Kinder durften ihrer Fantasie freien Lauf lassen und dabei erfahren, dass ein Kunstwerk nicht immer alles erklären muss. Ein bisschen Geheimnis darf schließlich bleiben.

Für Chris Kremberg war der Vormittag übrigens ebenfalls eine besondere Premiere, denn es war ihr erster Workshop an einer Grundschule.

Mit Feder und Tinte – Schreiben wie früher

Im Workshop „Mit Feder und Tinte“ ging es auf eine kleine Zeitreise in die Welt des Schreibens. Unter der Leitung von Frau Eva Ammermann, Kulturvermittlerin aus Reinbek im Kreis Stormarn, erfuhren die Kinder zunächst, wie Tinte selbst hergestellt werden kann.

Dabei gab es so manche Überraschung: Tinte lässt sich unter anderem aus Weide, Kurkuma und Holzkohle herstellen. So entstanden auch gelbe und schwarze Tinte. Die Kinder erfuhren außerdem, dass sich sogar alltägliche Flüssigkeiten wie Tee, Kaffee oder Cola zum Schreiben eignen können.

Anschließend bereiteten die Kinder Gänsefedern als Schreibfedern vor und spitzten sie an. Frau Ammermann verriet ihnen außerdem, dass sich auch Schilf und Binsen dafür eignen.

Mit selbst hergestellter Tinte und den eigenen Federn ging es anschließend ans Schreiben. Aus kleinen Büchern und Comics suchten sich die Kinder kurze Texte aus und probierten diese auf farbigem Papier aus. Dabei wurde schnell deutlich: Mit einer Feder zu schreiben, fühlt sich ganz anders an als mit einem Kugelschreiber. Die Kinder merkten schnell, wie viel Tinte die Feder braucht – zu viel sorgte für Kleckse, zu wenig brachte kein zufriedenstellendes Ergebnis.

Body Percussion – unser Körper wird zum Instrument

Im dritten Workshop wurde es musikalisch, und das ganz ohne Instrumentenkoffer. Bei der Body Percussion wurde nämlich der eigene Körper zum Instrument.

Unter der Anleitung von Jörg Geschke, pensionierter Lehrer und Kulturvermittler, entdeckten die Kinder, welche Klänge sich mit Händen, Füßen, Fingern und dem ganzen Körper erzeugen lassen.

Klatschen, patschen, schnipsen und stampfen – zunächst ganz einfach, dann immer rhythmischer. Durch eigenes Ausprobieren entwickelten die Kinder ihre Rhythmen und stellten bereits im Laufe des Vormittags ein kleines Musikprojekt auf die Beine.

Das Motto lautete: „Die Kinder machen ihr eigenes Musikwerk selbst.“

Und das funktionierte erstaunlich gut. Mit viel Freude und Begeisterung wurde ausprobiert, kombiniert und gemeinsam musiziert. Unser 4. Jahrgang zeigte dabei eindrucksvoll: Für Musik braucht man nicht immer ein Instrument. Manchmal reichen zwei Hände, zwei Füße und ein bisschen Mut, einfach loszulegen.

Gestaltung des KulTour-mobils – jetzt wird's richtig bunt

Im vierten Workshop wurde es schließlich großflächig kreativ. Unter der Leitung von Frau Anke Wilkening, Kunstpädagogin und Kreisfachberaterin für kulturelle Bildung im Kreis Segeberg, gestalteten die Kinder eigene Sticker für das KulTour-mobil.

Das KulTour-mobil ist das kreative Fahrzeug der Kulturvermittlung. Mit ihm fährt Frau Wilkening an verschiedene Schulen und bringt dort künstlerische Ideen, Materialien und Projekte direkt zu den Kindern. Sie entwickelt und begleitet unterschiedliche kulturelle Angebote und macht Kunst und Kultur damit mobil.

Nun durfte auch unser 4. Jahrgang seine Spuren hinterlassen. Mit viel Fantasie entstanden individuelle Sticker, die anschließend auf dem KulTour-mobil ihren Platz fanden. So wurde aus einem Fahrzeug nach und nach ein buntes, ganz persönliches Kunstwerk.

Am Ende des Vormittags hatte das KulTour-mobil jede Menge kreative Kinder-Spuren bekommen. Oder anders gesagt: Es wurde ordentlich „gepimpt“, natürlich auf höchst künstlerische Weise!

Ein Vormittag voller Ideen

Die vier Workshops zeigten, wie vielfältig Kunst und Kultur sein können. Vor allem aber konnten die Kinder selbst ausprobieren, experimentieren, gestalten und eigene Ideen entwickeln.

Ein herzliches Dankeschön gilt Frau Kathrin Engelbrecht, Kreisfachberaterin für Kulturelle Bildung im Kreis Herzogtum Lauenburg, die diesen besonderen Workshop-Vormittag an unserer Schule möglich gemacht hat.

Ebenso danken wir Chris Kremberg, Frau Eva Ammermann, Jörg Geschke und Frau Anke Wilkening für die Gestaltung der Workshops und die vielen kreativen Impulse für unseren 4. Jahrgang!

Wir sind gespannt, welche Spuren dieser Tag noch hinterlassen wird.